

Hafer ist ein sogenanntes Spelz- oder Schälgetreide und für den Menschen erst nach einem besonderen Verarbeitungsverfahren essbar. Nach Ankunft in der Hafermühle wird der Hafer von grobem Schmutz, artfremden Getreiden, Samen und Strohteilen gereinigt und danach gesiebt.
Die Haferkerne werden erst nach Größe sortiert und anschließend entspelzt. Dabei werden sie von den Spelzen (Hüllen) getrennt. Die Vitamine und Ballaststoffe in der äußeren Kornschicht bleiben erhalten.
Die Körner werden anschließend mehrere Stunden mit Wasserdampf gedämpft und dann bei Temperaturen zwischen 90 und 120 Grad Celsius getrocknet (gedarrt). Beim Darren werden die fettspaltenden Enzyme im Hafer deaktiviert und der Feuchtigkeitsgehalt verringert. So werden die Flocken später nicht ranzig, können besser gelagert werden und bleiben länger haltbar. Während der Hitzebehandlung wird die Haferstärke teilweise aufgeschlossen und die Haferprodukte sind noch bekömmlicher und besser verdaubar. In der Darre bildet sich auch das typische nussartige Aroma heraus.