"Hafer ist ein wichtiger Teil in meiner Beratungstätigkeit."


Mandy Uysal ist DDG-zertifizierte Diabetesberaterin und berät am AMEOS Klinikum in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) vor allem diagnostizierte Diabeteserkrankte zu ihrer Ernährung und ihrer Insulintherapie. Frau Uysal setzt in ihrer Beratung unter anderem Informationsmaterialien von Hafer Die Alleskörner ein, daher haben wir sie gebeten, uns ein paar Fragen zu ihrer Berufstätigkeit und zum Stellenwert von Hafer in ihrer Beratung zu beantworten.

 

Guten Tag, Frau Uysal!

Wie sind Sie zur Ernährungsberatung gekommen? Welche Ausbildung oder welches Studium haben Sie absolviert?
Ich bin staatlich examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und habe zahlreiche Aus- und Weiterbildungen absolviert, um mich zu spezialisieren: Zunächst habe ich meinen Abschluss als Diabetesassistentin DDG, dann als Diabetesberaterin DDG gemacht. Darüber hinaus bin ich zertifizierte Pumpentrainerin (Insulinpumpen) und habe mehrere Zertifikate zur Durchführung verschiedener Schulungsprogramme z. B. INPUT, Linda, alle ZI Programme…

Sie beraten Menschen hinsichtlich ihrer Ernährung. In welchem Fachgebiet sind Sie tätig? Aus welchen Gründen benötigen die Menschen, die Sie beraten, Unterstützung?
Ich berate Menschen vorwiegend zum Thema Diabetes mellitus. Bei Neuerkrankung ist besonders eine gute Erstberatung wichtig, um die Erkrankung von der Diagnose an gut in den Alltag zu integrieren. Aber auch bei längerer Erkrankungsdauer und damit verbundenen Veränderungen ist eine gute und bedarfsgerechte Beratung von hoher Wichtigkeit.

Sie beziehen Hafer in Ihre Beratung ein. Auf welche gesundheitsunterstützenden und ernährungsphysiologischen Wirkungen von Hafer weisen Sie Ihre Patienten besonders hin?
Haferprodukte sind ein wichtiger Bestandteil in meiner Beratungstätigkeit. Besonders die positive Wirkung auf die Insulinresistenz und die entzündungshemmende Wirkung finde ich dabei – gerade auch für meine Patienten – sehr günstig.

Was ist Ihr Highlight beim Hafer? Ein Produkt – ein Nährstoff – eine Wirkung?
Haferkleie ist mein persönliches Highlight.

Welche Broschüre(n) von Hafer Die Alleskörner finden Sie für Ihre Beratungstätigkeit besonders hilfreich und gut?
„Hafer - Natürlich genießen - Mit Hafer durch den Tag“ bzw. die neue Version „Hafer - Natürlich genießen – Einfach | Vielseitig | Lecker“. Hier finden meine Patienten die wesentlichen Informationen: über die Produkte, die Nährwerte und vor allem Rezeptideen!

Welche Haferprodukte essen Sie persönlich und in welcher Form?
Ich esse jeden Morgen ein selbst zubereitetes Hafermüsli aus Haferflocken, Haferkleie, Chiasamen, Leinsamen und einer Portion Beerenobst.

Kochen und backen Sie gern?
Wenn ich Zeit habe - sehr gern :-).

Sind Sie beruflich in den sozialen Medien aktiv? Unterhalten Sie einen Blog, eine facebook-oder Instagram-Seite, auf denen Sie über Ernährung schreiben? Verfolgen Sie damit ein bestimmtes Ziel?
Bisher bin ich da nicht aktiv, auch aus Zeitgründen. Aber ich habe bereits häufig darüber nachgedacht, meine Erfahrungen mit anderen Menschen zu teilen.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung in der Gesellschaft? Werden nicht-übertragbare Krankheiten, wie Übergewicht, Diabetes Typ 2, Unverträglichkeiten, weiter zunehmen?
Die Zahlen sprechen – leider – für sich: In Deutschland erkranken täglich 1.000 Menschen an Diabetes mellitus Typ 2!

Wie beurteilen Sie die konträren Entwicklungen in der Gesellschaft - auf der einen Seite fehlt vielen Menschen das Basiswissen zum Kochen, sie greifen eher zu Fertiggerichten - auf der anderen Seite die starken Trends, v. a. unter jungen Menschen, in Richtung „clean eating“, vegan, glutenfrei, low carb und so weiter?
Meiner Meinung nach fehlt die gesundheitliche Aufklärung schon in der Grundschule.

Glauben Sie, dass in ein paar Jahren Ernährungsberatung obligatorisch für jeden wird? Dass zum Beispiel jeder Mensch – ähnlich wie das empfohlene Blutbild – regelmäßig einen Check-up hinsichtlich seiner Ernährungsweise machen wird? Halten Sie dies für sinnvoll?
Ich hoffe sehr, dass die Beratung im Hinblick auf gesunde Ernährung einen ebenso wichtigen Stellenwert erhält wie zum Beispiel ein Blutbild und dann auch ebenso häufig durchgeführt wird - und bei der Krankenkasse abgerechnet werden kann!

Herzlichen Dank, Frau Uysal, dass Sie sich Zeit für uns genommen haben!