Initiative Haferanbau


Rund 500.000 Tonnen werden in Deutschland in den Schälmühlen pro Jahr verarbeitet. Diese Menge ist allein zwischen 2008 und 2018 um 70 Prozent gewachsen und hat sich seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt.

Demgegenüber gehen Haferanbau und Erntemengen in Deutschland dramatisch zurück! Seit dem Jahr 2008 sind die Anbaufläche für Hafer in Deutschland um 22 Prozent und die Hafererntemenge um 27 Prozent gesunken. Seit der Jahrtausendwende hat sich die Haferernte in Deutschland halbiert.

Die Schälmühlen können folglich ihren zunehmenden Bedarf nicht – ausschließlich – mit deutschem Hafer decken. Sie müssen Hafer einführen, vor allem aus Skandinavien, aber auch aus den östlichen EU-Staaten. Und das eben nicht nur wegen des für Nahrungsmittel gut geeigneten nordischen Hafers, sondern bereits allein wegen ihres Mengenbedarfs.

Der Markt von Lebensmitteln auf Haferbasis boomt! Und der Trend zu Hafer in der Ernährung wird weiter zunehmen – da sind sich die Fachleute sicher. Die Ernährung wird im Gesundheitssystem bzw. in medizinischen Prävention einen immer höheren Stellenwert erhalten. Eine „gesunde Ernährung“ mit nährstoffreichen pflanzlichen Lebensmitteln, mit Vollkornprodukten und mit Produkten mit geringem Verarbeitungsgrad und ohne weite Transportwege wird von allen Akteuren in den Fokus gerückt.

Die Schälmühlen investieren weiter in neue Produkt- und Rezeptentwicklungen, um neue interessierte Konsumentenzielgruppen zu erreichen.

Die Schälmühlen sind im Austausch mit den Partnern in der Wertschöpfungskette, um die Verfügbarkeit von Hafer aus deutschem Anbau zu verbessern.

Die Maßnahmen zur Initiative Haferanbau werden wir Ihnen hier in Kürze vorstellen.