Vom Korn zur Flocke

Das Haferkorn ist von einer Schale umschlossen, die Du nicht
essen kannst. Daher wird die Schale, die man Spelze nennt, in
einer Schälmühle abgenommen. Der Schälmüller, der Mann, der
in einer Schälmühle arbeitet, sagt: „Das Korn wird entspelzt.“

  1. Wenn die geernteten Haferkörner in der Schälmühle angeliefert werden,
    werden sie zuerst gereinigt, gesiebt und sortiert, damit kleine Steine und
    Stroh entfernt werden.
  2. Dann kommen die Körner in eine Schälmaschine, in der sie durch ganz
    schnelle Drehungen der Maschine an die Außenwand geschleudert werden.
    An der Wand sitzt ein Ring, beim Aufprall der Körner auf den Ring
    werden die Spelzen gelöst. Das Korn wird entspelzt, übrig bleibt der
    Haferkern.
  3. Dann geht‘s weiter. Die Kerne werden mit Wärme behandelt, ähnlich wie
    in einem Backofen. Diesen Vorgang nennt man Darren. Anschließend wer
    den die Kerne gedämpft, d. h. mit Wasserdampf bedampft, und dann wieder
    getrocknet. Jetzt sind die Kerne so vorbereitet, dass sie gut zu Flocken
    ausgewalzt werden können.
  4. Wenn Du die zarten Haferflocken magst, dann merke Dir: Für die zarten
    Flocken wird der ganze Haferkern jetzt in kleine Stücke geschnitten. Die
    kleinen Stücke nennt man übrigens Grütze.
  5. Wenn Du gern kernige Haferflocken isst, dann merke Dir: Für die kernigen
    Haferflocken wird jetzt der ganze Kern platt gewalzt. Und für die zarten
    Haferflocken werden nun die kleinen Stücke gewalzt.