Expertentipps für die Wintersaison

Einige Wochen vor dem Skiurlaub

Egal ob man über die Piste wedelt, auf der Loipe gleitet oder durch die weiße Landschaft stapft - nicht immer gelingt es, diese sportlichen Aktivitäten problemlos durchzuhalten. Denn speziell Skilaufen fordert die gesamte Muskulatur. Ungeübte werden schnell von Schmerzen und Muskelkater geplagt. Wer sich mit gezielter Gymnastik vorbereitet, verbessert seine Kondition und macht den Körper fit für die Saison.

Jan Coopmans, Bundesstützpunkttrainer im Eissportzentrum in Grefrath, empfiehlt, insbesondere die Muskulatur von Oberschenkel und Rücken über mehrere Wochen im Voraus zu trainieren. Wer keine Lust hat, alleine zu üben, sollte einen Skigymnastikkurs besuchen, den viele Sportvereine und Volkshochschulen anbieten.

Im Skiurlaub

Neben der muskulären Fitness hat eine optimale Versorgung mit den entscheidenden Nährstoffen erheblichen Einfluss auf Kraft und Ausdauer. Der Körper verbraucht im Winter durch die Kälte mehr Energie. Daher sollten die Mahlzeiten kohlenhydrat- und ballaststoffreich sowie möglichst fettarm sein. Diese Voraussetzungen erfüllen Haferprodukte sehr gut.

Ein idealer Start in den Skitag ist etwa ein Apfel-Zimt-Müsli oder ein Porridge mit Haferflocken. "Der Porridge gibt nicht nur Energie, sondern wärmt auch von innen, was bei winterlichen Temperaturen empfehlenswert ist", sagt unsere Sporternährungsexpertin Ursula Girreßer vom Olympiastützpunkt Rhein Ruhr. Daher ist er auch durchaus für die Mittagsrast auf der Hütte geeignet!

Auf der Piste und Loipe

Eine Person mit einem Körpergewicht von 60 Kilogramm verbraucht bei einer Stunde Abfahrtski mittleren Anstrengungsgrads rund 350 Kalorien, bei leicht anstrengendem Skilanglauf in einer Stunde 420 Kalorien.

Daher sollte auch während der Pistenabfahrten und Loipentouren auf die Energieversorgung geachtet werden. Kleinere Snacks, wie z. B. Hafer-Muffins oder -Kekse und Müsliriegel mit einem hohen Haferflockenanteil können den Nachschub leisten. Bei großer körperlicher Anstrengung können es auch einmal mit Schokolade verfeinerte Riegel sein, denn Schokolade sorgt für einen kurzfristigen schnellen Energieschub. "Die komplexen Kohlenhydrate in den Haferflocken sind besonders für die Ausdauer wichtig, denn sie werden langsam in Glucose, also in die Zuckerbausteine, aufgespalten und dann ebenso langsam ins Blut abgegeben. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit länger aufrechterhalten und der Sportler bekommt keinen Hungerast", erläutert Ursula Girreßer.

Ausreichend trinken

Kanu-Olympiasieger Tomasz Wylenczek, der im Winter ambitionierter Skilangläufer ist, schwört zudem auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung, insbesondere bei den längeren Belastungen. "Gerade, wenn ich mehr als eine Stunde auf den Skiern stehe, nehme ich immer ausreichend zu trinken mit. Neben Wasser ist es auch mal ein warmer Kräutertee in der Trinkflasche."€œ

In der kalten Winterluft verliert der Sportler Flüssigkeit über die Atmung, und gerade bei der Kälte merkt man den Durst nicht so schnell. Umso wichtiger ist es, auf eine kontinuierliche Flüssigkeitszufuhr zu achten.