Weltdiabetestag 14. November:
Hafer wirkt positiv auf den Blutzuckerspiegel


Wissenschaftliche Studien zeigen:
Nach dem Verzehr von Hafer steigt der postprandiale Blutglucosespiegel, das heißt der Blutzucker nach der Mahlzeit, weniger stark an als nach dem Verzehr anderer Lebensmittel. Je nach Art der Mahlzeiten ist der Blutzuckerwert nach Hafer mehr als 30 Prozent niedriger. Auch die Insulinresistenz, bei der infolge des dauerhaft erhöhten Insulinspiegels das Insulin nicht mehr effizient genutzt wird und die als Vorstufe von Diabetes mellitus Typ 2 gilt, kann gesenkt werden. Damit wird das Risiko für Folgeerkrankungen reduziert.

Professor Björn Andrew Remppis, Chef der Kardiologie am Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen, empfiehlt seinen Patienten bei Bedarf eine zwei- bis dreitägige Haferkur, bei der an drei Mahlzeiten pro Tag ausschließlich Haferspeisen mit wenigen weiteren Zutaten auf den Teller kommen.
Die Ergebnisse sprechen für diese Kurzzeitintervention: „Ich setze mit meinen Patienten die Hafertage bereits seit zehn Jahren um, bei den meisten Patienten, die häufig unter Übergewicht leiden, erreichen wir die anvisierte Reduktion der Blutzuckerwerte. In vielen Fällen verringert sich zum Beispiel nach drei Tagen haferbetonter Kost der Nüchtern-Blutzuckerwert um 20 und der postprandiale Blutzucker um 40 Prozent. Die Insulingabe können wir dann um 30 bis 50 Prozent reduzieren. Das sind Effekte, die das Wohlbefinden der Patienten erheblich verbessern und zur Wiederholung motivieren.“

Denn natürlich steigen die Werte nach der Haferkur wieder an. Aber mit einem täglichen Frühstück, das 40 Gramm Haferflocken oder 20 Gramm Haferkleie enthält, kann zu hohen Blutglucosewerten oder einer Verschlechterung der Insulinresistenz vorgebeugt werden. Auch eine Wiederholung der Hafertage alle zwei Monate oder ein Hafertag regelmäßig alle zwei Wochen kann die Prävention unterstützen.