Ganzes Korn oder volles Korn?

Hafer macht den Unterschied

Beim Begriff „Vollkorn“ gibt es häufig Missverständnisse. Nicht immer ist Verbrauchern klar, bei welchen Getreideerzeugnissen es sich tatsächlich um Vollkornprodukte handelt.

Ganzes Korn = Vollkorn
Vollkorn ≠ Ganzes Korn

Vollkorn heißt nicht, dass das ganze unversehrte Getreidekorn vorhanden sein muss! Vollkorn heißt, dass alle Bestandteile des Getreidekorns verarbeitet sind. Und alle Bestandteile bedeutet: der Mehlkörper im Inneren des Korns, der Keimling und die Frucht- und Samenschale, die auch als Randschichten bezeichnet werden. Und gerade in Keim und Randschichten stecken besonders viele Nähr- und Ballaststoffe. Daher wird „Vollkorn“ für eine ausgewogene Ernährung so empfohlen!

Sind in einem Brot ganze Getreidekörner enthalten, kann davon ausgegangen werden, dass es auch Vollkorn ist und noch alle Bestandteile enthält. Wird ein Brot z. B. als Weizenvollkornbrot bezeichnet, dann muss es aus mindestens 90 Prozent Weizenvollkornerzeugnissen hergestellt werden, das heißt, das Weizenkorn mit allen nährstoffreichen Schichten wird zu Mehl verarbeitet. Ein Haferbrot dagegen kann aufgrund seiner backtechnischen Eigenschaften mit einem Haferanteil von nur 20 Prozent als Haferbrot bezeichnet werden.

Bei allen Haferflockenarten wird immer das ganze Haferkorn mit Mehlkörper, Keim und Randschichten verarbeitet. Alle Typen von Haferflocken sind also Vollkornprodukte!

Bei der Herstellung von kernigen Haferflocken oder Großblattflocken werden die ganzen Kerne zu Flocken ausgewalzt.

Für zarte Haferflocken oder Kleinblattflocken werden die Haferkerne zunächst in kleine Stücke geschnitten. Und dann werden die kleinen Stücke zu Flocken gewalzt.

Lösliche Haferflocken werden über ein besonderes Verfahren aus Hafervollkornmehl zu hauchdünnen Flocken gewalzt. Für das Mehl wird eben auch das ganze Korn vermahlen.