Antioxidantien

Verschiedene wissenschaftliche Studien belegen: Hafer ist eine wertvolle Quelle für Antioxidantien, denn er enthält Pflanzenstoffe, die die schädliche Wirkung von freien Radikalen im Organismus unterbinden können.

Freie Radikale sind Sauerstoffverbindungen, die bei den zahlreichen Stoffwechselvorgängen im Körper, zum Beispiel beim Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel, sowie durch äußere Einflüsse, wie z. B. UV-Licht, Stress, zu wenig Schlaf, entstehen. Freie Radikale haben sowohl positive Wirkungen, indem sie zum Beispiel Bakterien beseitigen, als auch negative Wirkungen, da sie Zellen und Immunsystem schädigen und Entzündungen und Krankheiten auslösen können.

Allgemein gelten zum Beispiel die in Obst und Gemüse enthaltenen Vitamine C und E als Antioxidantien. Aber auch im Getreide - und hier vor allem im Hafer - stecken verschiedene Verbindungen, die ebenfalls schützend wirken können.

Besonders hervorzuheben sind die sogenannten Avenanthramide, da sie ausschließlich in Hafer vorkommen (avena, lateinisch = Hafer). Avenanthramide gehören zur Gruppe der sogenannten "sekundären Pflanzenstoffe". Sie haben eine antiatherogene Wirkung, das heißt sie besitzen die Fähigkeit, die Oxidation von Substanzen und somit schädigende Ablagerungen in den Blutgefäßen zu unterbinden. Damit können Avenanthramide zur Gesundheit der Gefäße und des Herz-Kreislauf-Systems beitragen. Darüber hinaus hemmen sie die Wirkung von entzündungsfördernden Substanzen im Körper.

Die sekundären Pflanzenstoffe befinden sich vor allem in den Randschichten des Getreidekorns. Damit sich die antioxidative Wirkung entfalten kann, müssen Vollkornprodukte, bei denen diese Randschichten erhalten bleiben, verzehrt werden. Hier ist Hafer ideal, denn Haferflocken und andere Produkte sind immer aus dem vollen Korn.

Ferner verfügt der Körper über antioxidativ wirkende Enzyme, für deren Bildung die Spurenelemente Selen, Zink, Kupfer und Mangan zuständig sind. Mit Ausnahme von Selen ist Hafer ein hervorragender Lieferant dieser Spurenelemente.