Fettsäuren im Hafer

Fette sind wichtige Energiespeicher- und Aufbausubstanzen. Der menschliche Körper benötigt Fett unter anderem, um fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) aufzunehmen und Lipide (Fettsäuren und andere Naturstoffe) in der Zellmembran einzulagern (für Zellwachstum und Hautelastizität). Darüber hinaus dienen Fette für die Wärmeisolierung und in Form von Depotfett als Energiespeicher (vor allem auch im Sportbereich).

Hafer ist eines fettreichsten Getreide, die Fettstoffe im Hafer haben jedoch eine sehr günstige Zusammensetzung. Denn sie enthalten zu 76 % wertvolle ungesättigte Fettsäuren (insgesamt 5,34 g). Diese wiederum setzen sich wie folgt zusammen:

  • Einfach ungesättigte Fettsäuren (2,79 g):
    Ölsäure (Omega-9): 2,77 g, Palmitoleinsäure: 0,02 g.
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (2,55 g):
    Linolsäure (Omega-6): 2,46 g, Linolensäure: 0,09 g.

Die Linolsäure begünstigt den Aufbau von Zellmembranen und wirkt ebenso wie die Ölsäure regulierend auf den Cholesterin- und Blutfettspiegel. Vor allem in einer herzschonenden Ernährung wird auf einen hohen Anteil von ungesättigten Fettsäuren und wenig gesättigten Fettsäuren Wert gelegt.

Der Anteil an gesättigten Fettsäuren ist mit 1,24 g auf 100 g sehr gering.  Dementsprechend macht eine übliche 40 g-Portion Haferflocken lediglich 2,4 % der maximal pro Tag empfohlenen Menge an gesättigten Fetten aus.